Fight the good fight!
One week later...
Meine erste Arbeitswoche habe ich hinter mir und es war eine sehr angenehmen Woche. Ich habe mich in mein Arbeitsleben eingewöhnen können und alles lief ohne Komplikationen. Schön irgendwie, wenn man doch irgendwie ein komisches Gefühl hat, ob denn alles gut läuft oder nicht, dass dann alles ganz anders kommt und eben gut. Nicht wie man erwartet hatte, mit vielen Komplikationen. Wie ich es ja normalerweise gewähnt war. Irgendwas war ja immer. Nur als ich dann in Island ankam, da ging es los, dass alles immer gut lief. Zumindest fast alles.
Es gab ab einem gewissen Punkt einfach keine Schwierigkeiten mehr, mein Weg war geebnet und bisher kreuzten auch noch keine Maulwürfe oder andere Huckelmacher auf. Schön. Aber irgendwie auch sehr eigenartig, weil ich ja doch irgendwann mal zu den Pessimisten gehörte, die immer irgendeine Komplikation erwarteten. Nur vermisse ich diese nicht, ehrlich nicht, habe mich ja auch schon daran gewöhnt nun zu den Optimisten zu gehören. Fühlt sich viel besser an. :)
Ich frage mich nur gerade, ob das alles so verständlich ist, was ich hier schreibe oder ob es sehr Zusammenhangslos bzw. verwirrend ist. Aber das ist mir jetzt auch egal.
Achso, was ich eigentlich erzählen wollte. Ich arbeite nun in der geschlossenen Gerontopsychiatrie. Das heißt, auf einer geschlossenen psychiatrieschen Station mit überwiegend älteren Menschen. Man könnte auch sagen, ich arbeite in einem Altenheim mit lauter bekloppten. Wäre aber dann doch ein wenig hm, nicht gut ausgedrückt. ;)
Schizophrenie und Oligophrenie sind die überwiegenden Krankheitsbilder, natürlich kommen noch Kleinigkeiten dazu und Schizophrenie wirkt sich ja auch bei jedem anders aus, also sind alle in ihrem Erscheinungsbild anders und man muss individuell auf sie eingehen und sie pflegen.
Es ist eine sehr interessante Arbeit und es macht mir sogar Spaß. Natürlich kann die Pflege älterer Menschen auch anstrengend sein, aber man bekommt schon auch viel zurück, wie ich finde. Man weiß einfach, was man für diese Menschen ist. Denn ohne uns würden sie nicht mehr sein.
Ich habe mich ja auch schon immer für Psychologie interessiert und finde es toll, dass ich sowas nun erleben darf. Erleben im Sinne von aus nächster Nähe mitbekommen, wie solche Menschen leben, wie sie behandelt werden und wie sie selbst Menschen behandeln. Wobei man davon ja nicht wirklich reden kann. Sie werden eher behandelt als das sie behandeln, denn sie leben mehr oder weniger nur vor sich hin. Was auch irgendwie traurig ist klar, aber sie sind größtenteils einfach nicht in der Lage, irgendetwas zu machen oder ihr Krankheitsbild beinhaltet eine Lebenslange "Keine Lust auf irgendwas Phase". Auch durch Medikation wird mancher im Leben eingeschränkt. Viele Psychofarmaka machen sehr müde, sodass viele Bewohner einfach nur schlafen, den ganzen Tag. Das sind aber nur Nebenwirkungen, wie zum Beispiel auch vermehrter Speichelfluss bei vielen Bewohnern. So erstmal Mittagessen.
In der Zwischenzeit habe ich schon Mittage UND Abendessen gegessen und die liebe Funki nach Ulm gefahren. Traurig. Aber so ist das mit Besuch eben, er kommt und er geht wieder, irgendwann.
Aber ich hatte ein sehr schönes Wochenende mit ihr. Haben viel geredet und Musik gehört und gelesen. Und ich bin nun schon so weit, dass ich mir vorstellen kann, Psychologie zu studieren. Also Abi nachholen und studieren. Hm. Mal schauen.
Gerade trinke ich noch ein Bierchen, Funki hat gestern keins getrunken, also sind noch 3 da, hihi. Und später will noch die Mutti anrufen, mal schaun was sie zu erzählen hat.
Ich verkriech mich wieder in meine Psychologie Bücher...ahoi polloi.
Nele Pele.
PS: Noch ein kleines Betthupferle oder so:
Florence and the machine - Girl with one eye
So gut.
Heart.
Edit:
Für die liebe Romy ein alternative link:
HIER!

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